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Harz Energie fördert Geschichtswerkstatt aus Ehrenamtsfonds

Geschichtswerkstatt Gieboldehausen erhält Fördermittel  für außergewöhnliches Engagement

 

Geschichtswerkstatt

Team der Geschichtswerkstatt mit Repräsentanten des Fleckens und der Harz Energie

(Von links: Bürgermeisterin Maria Bock und die derzeit aktiven Teammitglieder Aloys Kühne, Dr. Sabine Wehking, Wilfried Bertram, Hans-Jürgen Thiemann, Gerhard Bode und Alois Grobecker und Kommunalmanager Frank Uhlenhaut von der Harz Energie)

Eine besondere Ehrung in Form einer finanziellen Zuwendung wurde der Geschichtswerkstatt des Heimat- und Verkehrsvereins Gieboldehausen e.V. zum Jahresanfang 2018 zuteil.

Der Rat des Fleckens Gieboldehausen hatte einstimmig entschieden, dass die Geschichtswerkstatt in diesem Jahr die finanzielle Förderung aus dem Ehrenamtsfonds der Harz Energie in Höhe von 2.000 Euro für den Erwerb von technischen Geräten erhält.

In einer kleinen Feierstunde überreichte Kommunalmanager Frank Uhlenhaut vom Kommunal- und Qualitätsmanagement der Harz Energie in Anwesenheit der Bürgermeisterin Maria Bock und dem Geschichtswerkstatt-Team den Förderbetrag in Zahlenform an Ortsheimatpfleger Alois Grobecker.

 

Wie vom Kommunalmanager erläutert wurde, hat das Unternehmen seit vergangenem Jahr für vorerst drei Jahre einen Ehrenamtsfonds von jährlich 135.000 Euro speziell für die vielen Aktiven in den Kommunen eingerichtet. Zwischen 250 und 3.000 Euro liegen die Fördersummen. Da die Kommunen am besten wissen, wo die Ehrenamtlichen Hilfen brauchen, liegt zudem eine Auswahl der Projekte in den Händen ihrer ehrenamtlichen Repräsentanten. Dazu gibt es ein paar wenige Förderkriterien und ein schlankes Antragsverfahren. Darüber hinaus wird jährlich ein Sonderpreis Ehrenamt ausgelobt. Er ist mit 3.000,- Euro dotiert und zeichnet Projekte aus, die in beispielhafter Weise der Fortentwicklung des Ehrenamts dienen. Im Gegensatz zum Ehrenamtsfonds gibt es für die Projektvorschläge des Sonderpreises den jährlichen Stichtag 15. Februar.

 

Mit den Fördersummen je nach Größe der Kommune möchte man das außergewöhnliche Engagement mit der großen Bedeutung des Ehrenamtes unterstützen. „Das zeige die hohe Wertschätzung, die wir den ehrenamtlich Tätigen in der Vereinstätigkeit in der Region beimessen“, so Uhlenhaut.

Im letzten Jahr wurden aufgrund der eingereichten Anträge aus dem Ehrenamtsfonds 80.000 Euro ausgeschüttet, sodass sich der diesjährige Ehrenamtsfonds um die nicht abgerufenen Mittel von 55.000 Euro auf 190.000 Euro erhöht.

 

Ortsheimatpfleger Alois Grobecker dankte für die finanzielle Unterstützung und teilte mit, dass nunmehr zukunftsweisende Investitionen für die Archivarbeit in der Geschichtswerkstatt getätigt werden können. Außer ein Multifunktionsgerät, das sowohl scannen, beidseitig drucken, heften, sortieren, vergrößern und verkleinern kann, soll ein leistungsstarker Netzwerkspeicher mit automatischer Datensicherung auf Spiegel-Festplatten erworben werden. Ferner stehen ein Buchscanner und ein PC auf der Wunschliste.

 

Mit der Einrichtung einer „Geschichtswerkstatt“ hat der Heimat- und Verkehrsverein Gieboldehausen e.V. im Jahre 1998 eine Plattform geschaffen, wo sich seit zwei Jahrzehnten Heimatinteressierte in wöchentlichen Treffs der Dorfgeschichte widmen und sich austauschen können.

Wesentliche Aufgaben bestehen darin, die Ortsgeschichte aufzuarbeiten sowie möglichst viel über Gegebenheiten, aber auch über Anekdoten und Geschichten, aus vergangenen Jahrzehnten in Erfahrung zu bringen und zu sammeln.

Ohne die Geschichtswerkstatt wären viele Aspekte der Gieboldehäuser Geschichte unbeleuchtet geblieben und die zum tausendjährigen Gemeindejubiläum im Jahre 2003 herausgegebene Chronik sicherlich deutlich weniger vielfältig ausgefallen; ohne den Einsatz des gesamten Teams würde das Gemeindearchiv noch heute weitgehend ungeordnet und unbenutzbar in Kartons und Schränken schlummern und die Gieboldehäuser Kirchenbücher wären nicht digital erfasst worden.

 

Zugleich ist der Geschichtswerkstatt daran gelegen, die Öffentlichkeit an den Erträgen der Arbeit teilhaben zu lassen und das Interesse für die Heimatgeschichte bei den Bürgern zu verstärken. Dies geschieht zum einen durch Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Führungen, andererseits auch durch zahlreiche heimatkundliche Publikationen u.a. in den Eichsfelder Heimatstimmen und in historischen Beiträgen im monatlichen Mitteilungsblatt „Samtgemeinde aktuell“.

 

Des Weiteren plant die Geschichtswerkstatt einen Flyer aufzulegen, der zu den örtlichen Kulturgütern wie Bildstöcken, Kirchen und anderen historisch bedeutsamen Gebäuden führen soll. An oder vor den einzelnen Stationen soll jeweils eine Tafel aufgestellt werden, die ein Foto mit einem kurzen Text und einem sogenannten QR-Code enthält. Mit Hilfe der Kamera eines Mobiltelefons gelangen die Nutzer des Codes zu der Homepage des Heimat- und Verkehrsvereins, die weitere Informationen zu der Sehenswürdigkeit gibt.

Der zukünftige Arbeitsschwerpunkt wird auf die Fortsetzung der Digitalisierung von Dias, Fotos und Negativen sowie die Aufarbeitung des historischen Kartenarchivs mit der Erschließung, Digitalisierung und Veröffentlichung ausgerichtet.

 

Abschließend führte Ortsheimatpfleger Alois Grobecker aus, dass durch die ehrenamtliche Arbeit der Geschichtswerkstatt, die weit über das übliche Maß hinausgeht, bei den Bürgerinnen und Bürgern des Fleckens Gieboldehausen ein ganz neues Geschichtsbewusstsein entstanden ist, das erfreulicherweise auch bei der jüngeren Generation geweckt werden konnte.

 

In unserer Zeit erweist es sich mehr als notwendig, die Erinnerung an die Vergangenheit wach zu halten und unseren Kindern und Enkeln weiterzugeben. Die Erinnerungen und das Wissen - insbesondere der älteren Gieboldehäuser - ist hierbei von großem Wert.

Foto: © Alois Grobecker

Geschichtswerkstatt/HVV

 


http://samtgemeinde-gieboldehausen.de
erstellt am 12.02.2018

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